Zum noch jungen neuen Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute und habe für Sie ein paar Anregungen zu Ihrem Wohlbefinden.
Ein Allheilmittel gegen die Widrigkeiten des Lebens und die daraus folgenden körperlichen Auswirkungen gibt es leider nicht. Was trägt, unterstützt und begleitet, das möchte ich Ihnen verraten. Es sind die Leitsätze meines therapeutischen Werdegangs, die mich auffordern, auf die ich zurückgreife, die ich beherzige, mit denen ich manchmal hadere, die ich immer und immer wieder versuche, im Alltag zu praktizieren und die ich Ihnen zukommen lassen möchte.
Wie oft ich den Satz: „Komm immer wieder zurück zur bewussten Atmung“ von meinem Atemlehrer Konrad Halbig gehört habe, geht auf keine Kuhhaut. Mir ging er unter die Haut, sodass ich seither sicher weiß: Die bewusste Atmung ist ein tragfähiger lebenslänglicher Begleiter.
Der andere Leitsatz stammt von Gabrielle Roth, der Gründerin der Tanz-Methode 5 Rhythmen, und ist immer dann wichtig, wenn der Kopf glaubt alles besser zu wissen und mehr sein zu wollen als im Moment möglich ist. Dann ist es sinnvoll, die „Aufmerksamkeit vom Kopf in die Füße zu bringen“, und das tatsächlich und wortwörtlich.
Und schließlich noch ein Zitat von Moshe Feldenkrais, dessen Methode ich seit Jahren praktiziere und dabei mit jeder neuen Übungsstunde Wunder erlebe: „Egal wie genau wir auch schauen, es ist schwierig, einen geistigen Akt zu finden, der ohne die Unterstützung irgend einer Art körperlicher Funktion stattfinden kann.“
Vielleicht haben wir das Allheilmittel im Körper, während das Gehirn krampfhaft im Außen danach sucht. Natürlich braucht es medizinische Behandlung, wenn Krankheiten auftreten oder dauerhaft lästig sind. Die oben genannten Methoden sind aber der Humus für eine gelingende Therapie und Selbstregulation. Das ist meine therapeutische Grundlage, mit der ich Sie anleiten möchte, an sich selbst und für sich selbst am Heilungsprozess beteiligt zu sein.
Silvia Pietrzok